GROSSKREUZWÄHLER

10. September 2010

Liebe Leserin und Leser dieses BLOG’s, aufgrund immer wiederkehrender Anfagen, was eine GROSSKREUZ-Wahl ist, hier noch einmal die ausführliche Erklärung.

GROSSKREUZ-Wahl = UNGÜLTIG-Wahl.

Was soll das? Dann kann man ja gleich zu Hause bleiben?

FALSCH !!! Wenn man NICHT wählen geht, dann zeigt man auch nicht seine politische Meinung.

Wählt man hingegen ungültig, so zählt zwar die Stimme nicht zum Wahlergebnis aber zur WAHLBETEILUGUNG !!!

Würden 50% aller Wähler ungültig wählen, so hätten die etablierten Parteien ein ERHEBLICHES Problem. Denn sie wüssten genau, dass das halbe Wahlvolk nicht mehr hinter ihnen stehen würde. Die letzte Bundestagswahl hat gezeigt, wie schwierig dann „Koalitionen“ möglich wären.

Aber weiter, was genau passiert den nun mit den Stimmen?

In der amtlichen Wahlstatistik werden ungültige Stimmen explizit aufgeführt – mehr aber auch nicht. Es wird nicht festgehalten, warum die Stimmen ungültig sind: Ob dem Wähler etwa die Stimmabgabe zu kompliziert war und er aus Unkenntnis keine gültige Stimme abgegeben hat oder er sich bewusst enthalten bzw. gar Protest ausdrücken wollte. Zur Begründung der ungültigen Stimmabgabe oder der Wahlenthaltung gibt es auch kein Feld auf dem Stimmzettel. Erklärungen oder Sprüche auf dem Stimmzettel sehen nur die Wahlhelfer vor Ort.

Auch wenn immer gesagt wird, wer nicht wähle, wähle extrem – von der Ungültigwahl profitieren rechnerisch gesehen alle Parteien, die man nicht gewählt hätte, und zwar proportional zu ihrem Stimmenanteil. Wenn beispielsweise ein SPD-Wähler einmal ungültig wählt, dann dürfte davon am meisten die CDU profitieren, und umgekehrt. Am stärksten schadet man natürlich der Partei, die man gewählt hätte. Hinsichtlich der kleinen Parteien – und damit auch der extremen – gibt es noch den Zusatzeffekt, dass man durch Ungültigwahl die Fünfprozenthürde ein Stück weit absinken lässt, so dass sie leichter zu überspringen ist.

Hat es schon mal eine „Protest“-Wahl in Deutschland mit ungültigen Stimmen gegeben?

JA !!! Bei der Landtagswahl im Saarland 1952 waren 24,5 % der Stimmen ungültig. Die hohe Zahl der ungültigen Stimmen erklärt sich mit dem Verbot der Demokratischen Partei Saar (DPS), die eine Wiedervereinigung des Saarlandes mit Deutschland forderte.

DARAUS KANN MAN ERKENNEN, DASS UNGÜLTIG WÄHLEN DURCHAUS ETWAS BEWIRKEN KANN!!!

Ungültig ist eine Stimme, wenn der Wille des Wählers nicht zweifelsfrei zu erkennen ist oder einen Zusatz oder Vorbehalt enthält oder DURCHGESTRICHEN IST.

Hier kommt nun das GROSSKREUZ ins Spiel:

Kreuzen Sie den Stimmzettel von links unten nach rechts oben und umgekehrt durch, also ein grosse Wahlkreuz. Damit ist Ihre Stimme ungültig. Irgendwelche Vermeke auf dem Stimmzettel, warum Sie ungültig wählen wollen, interessiert niemanden und wird mangels Zeit der Wahlhelfer auch nicht gelesen.

Daher: Gehen Sie zur Wahl, nehmen Sie Ihr Recht wahr und zeigen Sie den etablierten Parteien Ihre Meinung!

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