FDP/UNION und das KV-Chaos

20. September 2010

Beschlüsse zur Finanzierung der Krankenversicherung

Union und FDP haben Beschlüsse gefasst, mit denen ein Krankenkassen-Defizit elf Milliarden Euro abgewendet werden soll, das für 2011 droht. Am meisten soll dazu die Anhebung des Beitragssatzes beitragen.
Krankenkassenbeitrag

Der Beitragssatz zur Gesetzlichen Krankenversicherung steigt 2011 von 14,9 Prozent auf 15,5 Prozent. Die Anhebung um 0,6 Punkte bringt etwa sechs Milliarden Euro ein. Letztmals tragen sie Arbeitgeber und Arbeiternehmer gemeinsam. Der Anteil der Arbeitgeber wird dann auf 7,3 Prozent festgeschrieben. Weitere Erhöhungen des Beitrages müssen die Versicherten dann allein tragen. (c) Tagesschau.de

Kommentar:

Allein die beiden letzten Sätze zeigen deutlich wessen Interessen die FDP vertritt. Es sind jedenfalls nicht die, die Westerwelle in seinen Wahlkampfreden an die Bevölkerung gerichtet hatte. Jetzt bekommt der „kleine Mann“ die Quittung für seine „Gutgläubigkeit“.

Den Arbeitgeberanteil am KV-Beitrag auf 7,3% festzuschreiben bedeutet: SELBER SCHULD WENN DU MIT UNSEREN ARBEITSSTOFFEN/ARBEITSMITTELN KRANK GEWORDEN BIST!!!

Beispiele hierfür gibt es genug, von Menschen/Arbeitnehmern, die durch giftige Arbeitsstoffe krank wurden und den Weg durch die Instanzen antreten mussten, um das dann auch noch auf eigene Kosten zu beweisen. UNVERSCHÄMTHEIT !!!

Zusatzbeitrag

Künftig können die Krankenkassen von den Versicherten einen Zusatzbeitrag in unbegrenzter Höhe verlangen. Bislang war dieser Beitrag auf ein Prozent des beitragspflichtigen Einkommens oder 37,50 Euro monatlich begrenzt. Damit Versicherte nicht zu stark belastet werden, müssen sie höchstens zwei Prozent ihres Einkommens als Zusatzbeitrag zahlen. (c) tagesschau.de

Kommentar:

1% ist dem nach ein Einkommen von € 3.750. Also eher untere Einkommen. Wer mehr verdient, hat auch mehr Netto zur Verfügung, zahlt aber nicht mehr Beitrag, TOLL !!! Wieder mal Belastung der „Einkommensschwachen“.

Einsparungen bei Krankenkassen, Krankenhäusern und Ärzten

Die Kassen dürfen in den kommenden beiden Jahren ihre Verwaltungskosten im Vergleich zu 2010 nicht erhöhen. Dies soll 300 Millionen Euro sparen. Bei Krankenhäusern wird für Mehrleistungen über die vertraglich vereinbarten Leistungen hinaus ein Abschlag von 30 Prozent eingeführt. Dies soll 350 Millionen Euro an Einsparungen bringen. Zudem werden die Krankenhausausgaben an die Lohnentwicklung gekoppelt, was 150 Millionen Euro sparen soll. Den Ärzten soll bei der ambulanten Versorgung 350 Millionen Euro gekürzt werden. Auch die Honorare der Hausärzte sollen gedeckelt werden, was 500 Millionen Euro bringen soll. (c) tagesschau.de

Kommentar:

Na, dass ist ja wohl der Hammer! Was die „Hausärzte“ dazu zu sagen haben, hat man an deren Reaktionen ja schon gesehen: Praxis geschlossen.

Wie Dumm muss man eigentlich sein, von Ärzten zu verlangen, sie sollen arbeiten aber Bezahlung gibts dafür nicht??? Auch Ärzte sind „Freie Unternehmer“ und unterliegen somit dem ökonomischem Unternehmerprinzip. Rösler sollte mal lieber dafür sorgen, dass „Doppeltuntersuchungen“ gepaart mit „Doppeldiagnosemitteln“ in Zukunft verhindert werden. Der gutsituierte Hausarzt/Internist macht Röngen-, MRT-, etc Aufnahmen und im Krankenhaus geht das ganze „Spiel“ von vorne los. Da würden Milliarden eingespart werden können (wie ich aus eigener Erfahrung weiss).
Pharmabranche

Die Pharmaunternehmen sollen zwei Milliarden einsparen. So muss künftig bei neuen Medikamenten ein Zusatznutzen nachgewiesen werden und deren Preise mit dem GKV-Spitzenverband ausgehandelt werden. Zudem wird die Handelsspanne für den Pharma-Großhandel gekürzt. Zusätzlich hat der Bundestag unlängst eine Erhöhung des Zwangsrabatts auf verschreibungspflichtige Medikamente und ein Preismoratorium bis 2013 beschlossen. (c) tagesschau.de

Kommentar:

Wenn dem so wäre, dann würde dies der einzige Punkt sein, an dem man Rösler Recht geben könnte. Die Handelsspanne für verschreibungspflichtige Pharmaprodukte ist in Deutschland um ein Vielfaches höher als im benachbartem europäischem Ausland! (siehe anderen Artikel hier im BLOG). Was aber nicht angesprochen wurde, ist die VERSCHWENDUNG von Arzneimittel. Man denke hier nur an die „Schweinegrippe H1N1“. Milliarden verpulvert wegen einer fiktiven Pandemie, die in DL gar nicht eingetroffen ist. Eine Analyse, der akuten Praxisfälle, bzw. nicht vorhandenen Fälle hätte gezeigt, dass in DL gar keine Pandemie zu beobachten war. Von EINZELFÄLLEN mal abgesehen.

Mehrere Milliarden könnte man einsparen, in dem man dass unsinnige Anreichern und Kombinieren von Medikamenten unterbinden würde, z.B. Kopfschmerztabletten die schnell aufgenommen werden sollen, mittels Vitamin C, anzureichern mit Coffein.  Hier hebt sich die gewünschte Wirkung gegenseitig auf. Derer Beispiele gibt es VIELE. Aber: KOMBINATIONSPRÄPARATE sind billiger herzustellen und erreichen einen vielfach höheren Umsatz.

Nebenwirkungen? Na und? Wen interessierts denn?

Man schaue sich bloss mal die Liste der zugl. „Lebensmittel“-Zusatzstoffe an, Krankmacher pur!

Wenn Herr Rösler wirklich die Gesundheitskosten senken wollte, sollte er mal bei den E-Nummern (Stoffe in Lebensmitteln) anfangen. Viele dieser „Zugelassenen“ Stoffe sind nachweislich krebserregend, blutbildverändernd, allergieauslösend, etc etc. Die dann Unsummen von Behandlungskosten verschlingen!

Darüber hätte der Minister Rösler mal nachdenken sollen!

Aber was will man schon von FDPlern erwarten?

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