ATOMSTROM abschalten – jetzt !!!

17. März 2011

Japan und die vier apokalyptischen Katastrophen: Erdbeben, Flutwellen, Nuklear-GAU und die Informationspolitik der Regierung. Ein persönlicher Kommentar von Thomas Mehner

Seitdem vor wenigen Tagen in Japan die Erde bebte, ist unsere moderne Welt nicht mehr die, die wir kannten. Mutter Natur hat uns in aller Deutlichkeit die Zerbrechlichkeit unseres auf Wissenschaft und Technik basierenden Wirtschaftssystems aufgezeigt, das zu seiner Existenz Unmengen von Energie benötigt, die – im Falle Japans – durch Atomkraftwerke erzeugt werden. Überall auf diesem Planeten wurden und werden diese »Vorhöfe der Hölle« gebaut, obwohl man weiß, dass im Falle eines Falles – der laut Statistik angeblich »höchst unwahrscheinlich« ist, aber eben dennoch auftritt – eine Rettung vor den Folgen eines GAUs so gut wie unmöglich ist.

Wer mich kennt, weiß, dass ich mich seit Jahren mit der Frage befasse, wer als Erster im Zweiten Weltkrieg die Kernenergie für militärische und zivile Zwecke einzusetzen gedachte. Die Zahl der Indizien, dass Deutschland auf dem Gebiet der Nuklearphysik weitaus aktiver war, als das die Geschichtswissenschaft bisher für möglich hielt, ist mittlerweile Legion und von meinem Co-Autor und mir zum Beispiel in den Büchern Die Angst der Amerikaner vor der deutschen Atombombe oder Die Lügen der Alliierten und die deutschen Wunderwaffen behandelt worden.

Ungeachtet meiner zeitgeschichtlichen Aktivitäten bin ich allerdings kein Freund der Gewinnung von Energie aus Kernspaltungsprozessen, da die damit verbundenen Gefahren unkalkulierbar sind, wie nicht erst Tschernobyl gezeigt hat. Im Westen bzw. in den industriell entwickelten Nationen, die dem kapitalistischen Wirtschaftssystem zugerechnet werden, glaubte man seither, dass ein solcher Betriebsunfall nur den Russen mit ihren alten, überholten und unsicheren Reaktoren passieren könne. Aber: Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall! Und nicht immer ist es menschliches oder technisches Versagen, das eine solche Katastrophe auslöst. Mitunter ist es auch der Planet selbst, der für den Kontrollverlust sorgt.

Fakt ist: Es grenzt an kompletten und nicht mehr zu überbietenden Wahnsinn, Kernkraftwerke in erdbebengefährdeten Regionen zu installieren. Durch das, was derzeit in Japan geschieht, hat uns Mutter Natur in unglaublicher Härte und Dramatik vor Augen geführt, was der Mensch wirklich weiß und kann – nämlich gar nichts. Gemäß dem dümmsten Satz, der zu Beginn der Menschheitsentwicklung ausgesprochen worden sein und dem Menschengeschlecht die Richtung gewiesen haben soll (»Macht euch die Erde untertan«) glaubt der zweibeinige, nackte Affe, er könne tatsächlich diesen Planeten beherrschen und ungestraft Technologien entwickeln, die gegen das Naturprinzip gerichtet sind. Offenbar wird er erst begreifen, dass das nicht möglich ist, wenn der komplette Knockout vor der Türe steht oder große Gebiete der bewohnbaren Fläche unserer Erde verseucht sind.

Gewiss: Man kann lange über den Nutzen und die Sinnhaftigkeit der Nuklearenergie diskutieren, ein weiterer Fakt bleibt aber, dass diese Technologie längst auf den Müllhaufen der Geschichte gehört hätte – eben wegen der damit verbundenen Gefahren. Die direkt »sichtbaren« erkennen wir jetzt im Falle Japans, die anderen, die in Form von Zwischen- und Endlagern schlummern, wollen wir lieber gar nicht sehen oder zur Kenntnis nehmen. Freilich: Unsere sogenannte moderne Zivilisation lechzt geradezu nach Energie, weshalb unsere führenden Köpfe, die sich selbstherrlich »Eliten« nennen, immer wieder behaupten, dass Kernkraftwerke unverzichtbar seien, um billige Energie zu produzieren. Man kann dieser »Logik« zwar folgen, aber nur dann, wenn man auch bereit ist, mit den Folgen, die sich aus explodierenden Reaktoren ergeben, zu leben. Wer sich also heute vor die Menschen stellt und im Zusammenhang mit Atomkraftwerken von »Sicherheit« spricht, muss entweder völlig verrückt geworden oder ein tiefschwarzer Zyniker sein. Bei vielen Verantwortlichen scheint mir sogar beides der Fall zu sein, denn anders lassen sich ihre Äußerungen nicht erklären.

Die Folgen dieses verrückten sowie zynischen Denkens und Handelns bekommen die Japaner jetzt zu spüren: Nicht nur, dass ein gewaltiges Beben die Insel erzittern ließ, nein, es folgte diesem noch ein verheerender Tsunami nach, der mehrere tausend Menschen tötete. Und damit nicht genug: Einige der dortigen Kernkraftwerke gerieten außer Kontrolle – und das, was jetzt folgen könnte oder aller Wahrscheinlichkeit nach folgen wird, dürfte vieles von dem, was wir uns vorzustellen vermögen, übersteigen. Wahrscheinlich ist das auch der Grund dafür, warum die Verantwortlichen in Japan (Regierung, Kraftwerksbetreiber etc.) die vierte apokalyptische Katastrophe darzustellen beginnen: Sie wollen unter keinen Umständen das Gesicht verlieren und sind deshalb nur nach und nach bereit, die wahre Dimension des Geschehens bekannt zu geben. Indes: Es wird ihnen nichts nützen, denn wenn der Super-GAU zur Realität wird, ist es auch mit ihrer Glaubwürdigkeit endgültig vorbei. Ob danach noch jemand da ist, der sie zur Verantwortung ziehen kann, bleibt abzuwarten.

Interessanterweise muss man in diesem Zusammenhang feststellen, dass offenbar auch die Katastrophenschutzübungen, die Japan in den vergangenen Jahrzehnten durchgeführt hat und in deren Zusammenhang man stets vernehmen konnte, »dass man auf alles vorbereitet sei«, nicht viel genutzt haben. Offenbar wurde niemals simuliert, was es bedeutet, wenn drei oder vier Kernreaktoren außer Kontrolle geraten oder wenn eine wahre Apokalypse über das Land hereinbricht.

(In Deutschland erspart man sich solche großen Katastrophenschutzübungen, weil die Verantwortlichen ohnehin wissen, dass, wenn ein AKW seinen Geist aufgibt, nichts mehr zu retten ist.)

Angesichts der Ereignisse in Japan müssen aber noch einige andere, grundsätzliche Fragen gestellt werden, die mit den heutigen Methoden der Energieerzeugung zu tun haben. Folgt man nämlich einmal den Spuren der Reaktortechnologie, so muss man feststellen, dass diese Technik längst schon aus moralischen Gründen hätte abgelöst werden müssen. Der erste Reaktor lief in den 1940er-Jahren. Nach 70 Jahren benutzen wir diese hochproblematische Technologie immer noch! Was haben eigentlich unsere sogenannten wissenschaftlichen Experten in der Zwischenzeit geleistet? Ist denn nichts Besseres, nichts Anderes verfügbar? Oder gibt es politische Vorgaben, dass alles beim Alten zu bleiben hat? Falls es diese Vorgaben gibt, was sind dann unsere Eliten wert, die keinerlei Visionen haben? Oder sind wir als Ganzes, als gesamte Menschheit, bereits auf dem Weg der kompletten Degeneration?

Ich persönlich tippe vor allem auf die letztgenannte Antwort, denn anders lässt sich die Verwendung überholter Technologien nicht sinnvoll erklären. Dasselbe beobachten wir ja bei unseren Fahrzeugen, deren Geschichte noch älter als die der Reaktoren ist. Obwohl man heute Ledersitze, Klimaanlage und sonstigen Firlefanz für einen Pkw erhalten kann, ist das umweltverschmutzende, dreckige und stinkende Antriebsaggregat im Wesentlichen immer noch dasselbe wie vor 100 Jahren. Dass das so ist, hat natürlich mehrere Ursachen, die in der einseitig ausgerichteten Forschung und Entwicklung ebenso zu suchen sind wie in dem wirtschaftspolitischen Problem, dass nur auf etwas, was verbraucht werden kann, Steuern und Abgaben seitens des Staates erhoben werden können. Ganz zu schweigen von den Machtinteressen, die damit verbunden sind und deren Spuren insbesondere zur anglo-amerikanischen Hochfinanz führen, die lieber den Planeten Erde zerstören würde, als ihre Position aufzugeben.

Das ist aber nur die eine Seite der Münze. Die zweite Seite ist psychologischer Natur:

Bereits in einem im Jahr 2008 erschienenen Artikel hatte ich aufgezeigt, dass sehr wohl Lösungen existieren, die eigentlich jeden aufhorchen lassen sollten, der sich für Wissenschaft und Technik interessiert oder der an einer Lösung des Energieproblems interessiert ist. Allerdings musste ich seinerzeit feststellen, dass sich dafür – im wahrsten Sinne des Wortes – kein Schwein interessiert. Fortschritt? Nein danke! Wie es scheint, hat die sogenannte moderne Zivilisation ihren Höhepunkt längst überschritten, da neue Wege (oder die »Hinweisschilder« darauf) einfach nicht mehr wahrgenommen werden. Offenbar sitzt der Mensch von heute wie das Kaninchen vor der Schlange – um darauf zu warten, den blitzschnellen, todbringenden Biss zu erhalten.

Ich will deshalb hier nur das Folgende erwähnen: Im Zusammenhang mit den Recherchen zur deutschen Nukleartechnologie der 1940er-Jahre und insbesondere mit dem Bau deutscher Atomwaffen wurden meine Mitrechercheure und ich darauf aufmerksam (gemacht), dass das Energieproblem deutscherseits bereits 1944/45 als gelöst betrachtet wurde. Das ist keine Spekulation. Eine anwendungstechnische Lösung lag immerhin schon in den 1990er-Jahren auf meinem Schreibtisch: zwei Exemplare sogenannter »Ewiger Batterien«, die später durch ein bedeutendes europäisches Unternehmen untersucht wurden. Die damals an den Analysen beteiligten Ingenieure weigerten sich aber letztendlich beharrlich, die gemessenen Ergebnisse zur Kenntnis zu nehmen, denn die Batterien konnten etwas, was mit der heutigen (praktizierten) Physik nur schwer vereinbar ist: Sie luden sich selbsttätig wieder auf, wenn sie durch den Betrieb eines Verbrauchers bis zu einem bestimmten Prozentsatz entladen worden waren …

Dieses Beispiel dokumentiert (und ich könnte noch andere nennen) mehr als deutlich, dass sich die gegenwärtige »Elite« des Ingenieurwesens und der Wissenschaft nur mit dem befassen will, was sie versteht. Der deutsche Raumfahrtpionier Hermann Oberth sagte einmal, dass sich die heutigen Wissenschaftler benehmen würden wie vollgestopfte Gänse. Neuigkeiten nähmen sie einfach nicht mehr auf. Dieses Verhalten hat sich nicht geändert, im Gegenteil: Es ist noch viel schlimmer geworden. So ist es auch kein Wunder, dass uns genau diese Leute nicht in bessere Zeiten führen werden, sondern nur in den … Untergang, da sich allerorten die Probleme verschärfen und Lösungen nicht in Sicht sind.

Man könnte an dieser Stelle abschließend sicherlich noch darüber spekulieren, was Japan (und der Welt?) angesichts der Katastrophen der vergangenen Tage bevorsteht. Das möchte ich allerdings nicht tun. Meine letzten Zeilen sind stattdessen den von den Natur- und menschengemachten Katastrophen heimgesuchten Menschen in Japan gewidmet, denen ich nach all dem, was sie bereits erleiden mussten, nicht noch Schlimmeres wünsche – auch wenn es leider nicht danach aussieht, dass sich meine Wünsche erfüllen werden. Die Ereignisse in Japan sind für mich das letzte Signal, das uns gegeben wurde, damit wir endlich begreifen, dass es so, wie es bisher lief, nicht weitergehen kann. Japan demonstriert – zumindest indirekt –, dass die »Eliten« trotz bekannter Naturgefahren bereit sind, Technologien einzusetzen, die letztlich das Leben Hunderttausender, ja von Millionen gefährden können. Hauptsache, die Kasse und der Profit stimmen. Es wird Zeit, dass wir uns als Menschheit von solchen »Eliten« befreien.(c)Kopp-Verlag

 

 

Ein wirklich bemerkenswerter Artikel, dem ich nichts mehr hinzuzufügen habe, ausser: wählt endlich GROSSKREUZ um diese verlogenen Politiker aller Parteien von der MACHT zu entfernen!!!  J E T Z T  –  bevor auch bei uns der SUPER-GAU stattgefunden hat.
Denn – er kommt, soviel ist sicher.

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