Oswald Metzger, ein Rot-Grüner-CDU-Mann

31. März 2011

„Ich sorge mich um meine CDU“

Oswald Metzger kennt Grüne wie Schwarze in Baden-Württemberg. Im Interview spricht der Ex-Grüne über die „Arroganz“ der CDU und andere Gründe für die Wahlniederlage.

ZEIT ONLINE: Herr Metzger, ärgern Sie sich nach dem Wahlsieg der Grünen im Südwesten nicht ein bisschen, dass Sie zur CDU gewechselt sind und jetzt nicht mitregieren dürfen?

Oswald Metzger: Ich hadere nicht mit meiner Entscheidung, die Grünen verlassen zu haben. Wenn ich sehe, wie die Grünen in NRW bei der Verschuldungspolitik mitmachen, wird mir sogar richtig schlecht. Ich fühle mich in der CDU auf der richtigen Linie.

ZEIT ONLINE: Aus Ihrer rot-grünen Regierungszeit in Berlin wissen Sie noch, wie es ist, wenn man nach Jahrzehnten in der Opposition plötzlich an die Macht kommt. Was wird das größte Problem von Winfried Kretschmann sein?

Metzger: Die Erwartungshaltung ist riesig, wenn eine Regierung nach so langer Zeit wechselt. Viele erwarten revolutionäre Veränderungen.

ZEIT ONLINE: Und die wird es nicht geben?

Metzger: Um Gottes Willen. Was sich am stärksten verändern wird, ist der Politikstil. Kretschmann ist abgeklärt und erfahren genug, dass er schon am Wahlabend auf die Bürde der Verantwortung und den ehemaligen Ministerpräsidenten Erwin Teufel verwiesen hat. Er sucht damit einen Stil der Mitte, der die Opposition einbindet. Das ist klug.

ZEIT ONLINE: Hat Kretschmann das Zeug, das Land zu führen?

Metzger: Ich traue es ihm zu. Mir imponiert, dass er zwar immer durch Macht gestalten wollte, aber nie ein Ehrgeizling war, der nach jedem Amt gedrängt hat. Das Amt kam in diesem Fall wirklich zum Mann. Die neue Regierung hat ihre Chance verdient. Ich mache mir eher um meine Partei, die CDU, Sorgen, wie sie sich aufstellt und ob sie sich bewusst macht, was es bedeutet, in die Opposition zu gehen.

ZEIT ONLINE: Was raten Sie der CDU?

Metzger: Ich rate ihr bei einer Neuorientierung vor allem zu mehr Ehrlichkeit und Glaubwürdigkeit. Obwohl objektiv viele Änderungen notwendig wären, hat die Politik einen Rückwärtsgang eingelegt. Aus meiner Sicht müsste man die Sparpolitik viel zugespitzter formulieren. Wenn man Bürger ernst nimmt, darf man Reizthemen wie steigende Pensionslasten vor dem Hintergrund der gigantischen Staatsverschuldung nicht aussparen. Die Union muss personell und programmatisch die Finanz-, Wirtschafts- und Sozialpolitik stärker herausstellen. Sie muss sich auch ökologischen Themen stärker annehmen und die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke in den Orkus werfen. Sonst geht auch die nächste Bundestagswahl verloren. Wenn die Kanzlerin wie beim letzten Parteitag die Grünen als Koalitionspartner ausschließt, riskiert die Union für lange Zeit in der Opposition zu landen.(c)Zeit-Online.de

 

Das ist die Qualität der heutigen Show-Politiker!

Gestern noch Rot, dann GRÜN, und heute SCHWARZ …

Was für eine Karriere – Politik „vom Feinsten“.

 

Herr Metzger, wie wär’s denn mal mit VOLKSENTSCHEID-REPUBLIK?

Da wären SIE gut aufgehoben und könnten von Problem zu Problem völlig frei entscheiden, OHNE einer Partei verpflichtet zu sein!

Aber da wären SIE dann wenigstens  E H R L I C H !!!

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: