AKW’s: Stresstest ohne Stress

4. Mai 2011

Die Überprüfung der europäischen Atomkraftwerke wird eine recht stressfreie Angelegenheit – sie soll sich nach den Vorstellungen der EU auf Naturkatastrophen beschränken. Terroranschläge und Flugzeugabstürze bleiben außen vor.

Die geplanten Stresstests für die europäischen Atomkraftwerke werden aller Voraussicht nach relativ mild ausfallen. Wie aus einem Entwurf für die Stresstest-Regelung hervorgeht, der kommende Woche in Brüssel beraten werden soll, ist nur noch von der umfassenden Überprüfung der Kraftwerke auf die potentielle Gefährdung durch Naturkatastrophen die Rede.

Die Tests würden somit Schäden durch Erdbeben, Hochwasser, extreme Wetterbedingungen, außergewöhnliche Hitze und Kälte sowie den Ausfall der Notstromversorgung oder der Kühlsysteme umfassen. Die Folgen von menschlichem Versagen und anderen Katastrophen, etwa von Flugzeugabstürzen oder Terrorschlägen, blieben außen vor.

Einheitliche europäische Mindeststandards sieht der Entwurf nicht vor. Letztlich müssten die Kraftwerksbetreiber nur erläutern, wie sie die Gefahren in den von den Tests abgedeckten Feldern einschätzten, kritisieren Umweltschützer. Die Betreiber können dabei aus Zeitgründen auch auf die Unterlagen von Sicherheitstests vergangener Jahre zurückgreifen. Faktisch müssen sie somit gar keine neuen Tests durchführen.

Kritik an der Begrenzung der Tests auf Naturkatastrophen übte Österreich. Die Stresstests dürften keine Alibitests sein, sagte der österreichische Umweltminister Nikolaus Berlakovich am Dienstag am Rande eines Treffens der EU-Energieminister in Gödöllö bei Budapest. Es fehle auch die Einbindung unabhängiger Fachleute. Wenn sich die Atom-Lobby selbst kontrolliere, sei der Wert der Tests nur begrenzt. Gegen umfassende Stresstests wehrten sich vor allem Frankreich und Großbritannien, verlautete aus EU-Diplomatenkreisen. Für Streit sorgt offenbar auch wieder die Frage, inwieweit die Ergebnisse der Tests veröffentlicht werden.(…) (c)FAZ.net

Wie ich schon an anderer Stelle in meinem BLOG geschrieben habe, ist das Moratorium und die angestrebten sog. „Stresstests“ nur eine Farce, um die Bevölkerung zu verdummen.

Test, die nicht ALLE erdenklichen Eventualitäten einschliessen, taugen höchstens zur Beschäftigungstherapie, denn zur Aufklärung des Risikos der Atomkraftenergie!

Und wie soll eigentlich ein Naturkatastrophen-Test aussehen??? Will man die AKW’s an der Elbe, z.B. zu 100% unter Wasser setzen? Das wird wohl kaum funktionieren. Man wird also so „tun“, als ob die Kühlung durch Wasser-Kurzschluss ausfallen würde.

Und was sieht man dann?

Ja, klar, die Not-Kühlung durch unabhängige DIESEL-Aggregatoren soll anspringen (lt. e.on Pressemitteilung). Die wird natürlich 100%ig funktionieren, braucht ein DIESEL-Motor ja keinen zusätzlichen Strom!

Aha, das ist ja toll !!!!

Und was ist mit der Luft, für den Ansaugstutzen des DIESEL? Steht der DIESEL etwa auf einem über 50 Meter hohem Turm???
Wird der DIESEL bei einer Flutkatastrophe oder Monsterwelle nicht überflutet???

Wie ja schon oben erwähnt, werden Terrorismus und Flugobjekte (ich sage bewusst Flugobjekte, dass können auch Dronen sein, nicht nur Flugzeuge) völlig ausgenommen. Diese Gefahr ist aber genau die, die am ehesten zutreffen kann!!!

Einzig und allein die Österreicher sehen das richtig. Strahlen machen an Grenzen nicht halt! Daher muss Frankreich und England in die „Zwangszange“ genommen werden.

SIND WIR NUN EU ODER NICHT ???

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