Fremd im eigenen Land? Deutschland bekommt mehr Ausländer

19. August 2011

Von: Udo Ulfkotte

Erinnern Sie sich noch an die jüngste Debatte über Steuersenkungen in Deutschland? Weil uns für die nächsten Monate ein unglaublicher wirtschaftlicher Boom und Aufschwung prognostiziert wurde. Die Prognose war blanker Unsinn. Wir haben weder einen anhaltenden Boom, noch können wir die Steuern senken. So ist das mit Prognosen – sechs Wochen später sind sie wertloses Altpapier. Die neueste Prognose behauptet, wir brauchten jetzt Billigarbeitskräfte aus Indien und China.

Millionen Arbeitslose reiben sich in Deutschland verwundert die Augen – wir sollen jetzt nicht nur Facharbeiter, sondern auch noch Billigarbeitskräfte aus dem Ausland importieren. Und zwar im Pflegebereich. Die brauchen wir angeblich ganz dringend. Sie sollen aus China und Indien kommen. Der Arbeitgeberverband Pflege will mit Indern zudem »internationales Flair« in die deutschen Altenheime bringen. Schauen wir uns das einmal genauer an.

Zuerst haben wir die Anforderungen an die Ausbildung in den Pflegeberufen gesenkt, damit auch junge türkische Mitbürger Altenpfleger werden können. Statt eines Realschulabschlusses reicht

jetzt ein Hauptschulabschluss. Wir haben in Deutschland wegen der sinkenden durchschnittlichen Intelligenz einfach zu wenige Menschen, die noch einen Realschulabschluss schaffen. Das Absenken der Leistungsanforderungen war eine schallende Ohrfeige für jene, die bislang in den Pflegeberufen tätig waren. Doch das Ziel, arbeitslose jungen Migranten in Deutschland in Massen für den Beruf zu begeistern, wurde nicht erreicht. Die Leistungen des Sozialstaates sind einfach verlockender, als das Füttern alter Menschen. Nach der Sarrazin-Debatte hätte man in Deutschland erwarten können, dass Politik und Wirtschaftsvertreter etwas über die Stimmung im eigenen Land in Hinblick auf Zuwanderung aus fernen Kulturkreisen gelernt haben. Denn immer mehr Deutsche fühlen sich fremd im eigenen Land.

Nun sollen also Chinesen und Inder kommen. Vielleicht sollte der Arbeitgeberverband Pflege einfach einmal kurz nach Großbritannien schauen und dann noch einmal ganz in Ruhe nachdenken. Nirgendwo leben so viele Inder in Europa wie in Großbritannien. Brauchen wir die Probleme, welche die Briten mit den Indern jetzt haben, unbedingt auch noch in Deutschland zusätzlich zu den Problemen mit Türken, die Sarrazin geschildert hat? Über das durch den Einsatz von Indern angestrebte »internationale Flair« in deutschen Altenheimen können wahrscheinlich selbst jene Briten, die einen ganz besonders trockenen Humor haben, nicht lachen. Denn selbst die größten Gutmenschen in Großbritannien haben gerade schockiert einsehen müssen, dass sie mit den Indern auch deren Kastensystem importiert haben. Das Kastensystem ist eines der Hauptmerkmale der indischen Gesellschaft. In Indien wird jeder Mensch aufgrund seines Karmas in eine bestimmte Kaste eingeteilt – im Klartext: Es gibt (wie im Islam auch) Menschen verschiedener Klassen. In Indien ist das alles offiziell seit Jahren verboten, ist jedoch als kulturelle Tradition in der Bevölkerung weiterhin fest verwurzelt. Und mit Indern aus verschiedenen Kasten importieren wir auch deren Probleme im Kastenwesen nach Europa.

Ganz Großbritannien blickt derzeit auf den ersten Prozess wegen Kasten-Diskriminierung: Vijay Begraj (32) ist ein »Unberührbarer«. Und er hatte seine Frau (eine Sikh) aus einer höheren Kaste gewählt. Daraufhin wurden beide in Großbritannien, wo sie in einer von einem Inder geleiteten Kanzlei arbeiteten, entlassen. Die britisch-indische Kanzlei vertritt die Auffassung, dass es gegen ihre kulturellen Normen verstoße, wenn indischstämmige Menschen verschiedener Klassen heiraten. Das müsse auch in Großbritannien berücksichtigt werden. Immerhin stamme der dunkkelhäutige Ehemann von der Jat-Kaste aus dem Punjab und sei aus der Sicht einer höheren Kaste das, was ein Schwarzer aus der Sicht eines weißen Rassisten sei. Das Gerichtsverfahren ist anhängig. Und der Prozess wird spannend, weil fünf Prozent der in Großbritannien lebenden Bevölkerung vom indischen Subkontinent stammen und nach wie vor in solchen Kastenkategorien denken. Es passiert genau das Gegenteil von dem, was wir Europäer von den Zuwanderern erwarten: Das Denken in Kasten wird trotz des Verbots von Generation zu Generation immer ausgeprägter. Immer mehr Kinder von Indern, die in Europa leben, teilen Menschen nach Rasse, Religion und sozialem Stand in Klassen von Menschen ein, die sie als komplett unterschiedliche Kreaturen betrachten. Die zweite und dritte indische Einwanderergeneration praktiziert eine Rückbesinnung zu traditionellen Werten und Normen ihrer Vorfahren ebenso wie Muslime das als Migranten tun. Das dient der Identifikation und sozialen Abgrenzung fern der ursprünglichen Heimat. Und sie beharren vor Gericht darauf, dass ihre kulturelle Eigenart und Tradition zu respektieren sei. Die Briten haben nun ein echtes Problem mit ihren angeblich so sanften Indern in Hinblick auf Diskriminierung. Der Arbeitgeberverband Pflege scheint nicht die geringste interkulturelle Kompetenz zu haben. Sonst wüsste er, was er da importieren will: wie auch im Falle der Chinesen eine weitere Zeitbombe. Wir haben die Folgen bei den Türken, die als Billigarbeitskräfte kamen, gesehen. Brauchen wir noch weitere ethnische Probleme in Deutschland?(c)kopp-online

 

Super Artikel, wiedermal! (siehe im Original die Quellen-Links)

Na, dann wählt man schön Rot/Grün 2013 – und schneller gehts!

Nur leider wird es in naher Zukunft wahr werden, dass deutsche ältere Menschen von „Zombies“, die nicht einmal unsere Sprache beherrschen, „kaputt-gepflegt“ werden.

„Du habe schmeze, ich nich wisse wo – mus frage doitsches mann – kan sage“

Fakt ist aber auch: Solange es Hartz4 für Faulenzer gibt, solange wird es kein deutsches Pflegepersonal geben!!!

Mir ist dieser Tage eine Frau bekannt geworden, die ausgebildete Altenpflegerin ist aber in dem Beruf nicht arbeiten will, aufgrund schlechter Bezahlung und nun Vertreterin für Lebensmittel ist.

Das sagt doch alles – oder?

Dieses Deutschland ist nicht mehr zu retten.

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