Antisemitismus = Alibifunktion?

14. Dezember 2011

Defamation – Spurensuche einer Verleumdung
Was bedeutet Antisemitismus heute, zwei Generationen nach dem Holocaust? Bei seiner kontinuierlichen Erforschung des modernen Lebens der Israeli bereist Regisseur Yoav Shamir (‚Checkpoint‘, ‚5 Days‘, ‚Flipping Out‘) die Welt, sucht nach den modernsten Erscheinungsformen des „ältesten Hasses“ und findet einige alarmierende Antworten auf diese Frage.

Israel-Schüler besuchen KZ-Lager in Polen

Israel-Schüler besuchen KZ-Lager in Polen

Im Zuge dieser unehrerbietigen Suche folgt er amerikanischen jüdischenOberhäuptern in europäische Hauptstädte bei ihrer Mission, die Regierungen vor der wachsenden Gefahr des Antisemitismus zu warnen, und er heftet sich an die Fersen einer israelischen Schulklasse bei ihrer Gedenkfahrt nach Auschwitz.

Auf dieser Reise trifft Shamir den kontroversiellen Historiker Norman Finkelstein, der seine unpopulären Ansichten verbreitet, dass der Antisemitismus von der jüdischen Gemeinschaft und im Besonderen von Israel, benützt wird um politisch zu gewinnen. Er schließt sich auch Gelehrten an, wie z.B. Stephen M. Walt und John J. Mearsheimer und ist auch bei ihrem Vortrag in Israel anwesend, den sie nach der Erscheinung ihres Buches „Die Israel-Lobby und die amerikanische Außenpolitik“ über den unausgeglichenen Einfluss, den die Israel-Lobby in Washington genießt. Yoav besucht auch Yad Vashem, die Holocaust-Gedenkstätte in Jerusalem, ein Muss für alle Weltpolitiker, wenn sie Israel einen Besuch abstatten. Im Zuge seinesAufenthaltes in Jerusalem schaut er auch bei seiner Großmutter auf einen kurzen Besuch vorbei, wobei sie ihm ihr Verständnis dieses Themas vermittelt und erklärt, dass nur sie „die richtige Jüdin“ sei.

Der Film stellt unsere Ansichten und Terminologie in Frage, wenn ein Vorfall voneinigen als antisemitisch beschrieben wird und von anderen als legitime Kritik an der israelischen Politik. Der Film bewegt sich an der Grenze von Antizionismus, der die Vorstellung eines jüdischen Staates ablehnt und Antisemitismus, der Juden ablehnt.
Wird ersteres dazu benützt, um zweiteres zu entschuldigen? Und: gibt es einenUnterschied zwischen der heutigen Form des Antisemitismus und der „alten Form des gewöhnlichen“ Rassismus, der sich gegen alle Minderheiten richtet?Meinungen gehen oft auseinander und Gemüter gehen manchmal hoch, doch in’Defamation‘ erkennen wir, dass eines sicher ist – nur indem wir ihre Reaktion aufAntisemitismus verstehen, können wir auch wertschätzen, wie Juden heutzutage – und besonders die modernen Israelis – auf die Welt um sie herum reagieren, in New York, in Moskau, in Gaza und in Tel Aviv.

Regisseurs_Yoav_Shamir

Regisseurs_Yoav_Shamir

Die Idee, einen Film über Antisemitismus zu machen, hatte ich zum ersten Mal als eines meiner frühen Filme, ‚Checkpoint‘, veröffentlicht wurde. In einer der vielen Rezensionen dieses Films wurde ich als „israelischer Mel Gibson“ bezeichnet, aber nicht, weil ich so gut aussah, sondern aufgrund der Ansichten, die ich in diesem Film zum Ausdruck gebracht hatte: kritisch gegenüber der Politik Israels in Bezug auf die Palästinenser, was darauf hinwies, dass ich ein Antisemit sei. Der Autor dieser Rezession war selbst Jude. Zuerst fand ich es amüsant. Von einem amerikanischen, jüdischen Journalisten als antisemitisch bezeichnet zu werden, schien absolut weithergeholt. Wie konnte jemand, der sich dazu entschlossen hatte, außerhalb Israels zu leben, der nicht in der israelischen Armee gedient hatte wie ich, der keinen Großvater im Krieg verloren hatte wie ich, die Frechheit besitzen, mich einen Antisemiten zu nennen?

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich nie über die zentrale Rolle, die derAntisemitismus in unserem Leben spielt, nachgedacht. Als ich aber darübernachzudenken begann musste ich feststellen, dass er ein ständiger Begleiter ist, immer im Hintergrund, immer lästig. Nach einiger Zeit gewöhnt man sich einfach daran. Wie oft fühlen wir uns wirklich gestört durch das Summen eines elektrischen Gerätes oder das Brummen vorbeifahrender Autos? Antisemitismus mag uns wie ein Schatten folgen, aber mal ehrlich, wer bemerkt seinen Schatten wirklich täglich? Als ich dann auf ihn aufmerksam wurde, bemerkte ich, dass Antisemitismus eigentlich ein sehr beliebtes Thema im israelischen „Tagesgeschehen“ ist. Es vergeht kein Tag,an dem nicht zumindest in einem Artikel einer Zeitung die Worte „Nazis“, „derHolocaust“ oder „Antisemitismus“ vorkommen. Da ich persönlich nie mitAntisemitismus konfrontiert worden bin – das einzige Mal war der Vergleich mit Mel Gibson – habe ich beschlossen, mich damit auseinanderzusetzen.

Das war der Beginn einer langen Reise, die ihren Höhepunkt in diesem Filmfand. Antisemitismus ist ein mächtiges Wort mit vielen verschiedenen Assoziationen. Durch die erst kürzlich geschehenen Ereignisse wird es auch zu einem sehr heiklen Thema. Antisemitismus ist die ultimative „heilige Kuh“ der Juden. Auch wenn ich diese Kuh nicht zur Schlachtbank geführt habe, selbst die heiligste Kuh braucht hier und da ein Aufrütteln.

Manchmal fand ich das Thema Respekt einflößend. Über kein anderesPhänomen wurde so viel von Akademikern geschrieben, die ihr ganzes Leben mit dem Studium darüber verbracht hatten. Wer, zur Hölle, dachte ich, bin ich, dass ich etwas Bedeutendes noch hinzufügen könnte? Ich bewegte mich auf wirklich sehr dünnem Eis. Trotzdem beschloss ich, meinem Gefühl zu vertrauen. Jede Frage ist wichtig, wenn ich daran glaube, dass sie wichtig ist. Ich sollte nie davor zurückschrecken, selbst die heiligsten aller Annahmen in Frage zu stellen. Das Ergebnis ist eine persönliche Reise, die Dinge so zeigt, wie ich sie gesehen habe. Sie ist nicht als akademischer Aufsatz gemeint.

Ich habe mit einer faszinierenden Suche begonnen, die sich dahin schlängeltzwischen den Methoden und Wegen, wie junge Israelis im beschwerlichen Schatten des Holocaust herangezogen werden (dieser Film ist irgendwie der letzte Teil einer Trilogie, die in der verkehrten Reihenfolge gemacht wurde: ‚Checkpoint‘ über israelische Soldaten; ‚Flipping Out‘ darüber, was diesen Soldaten passiert, wenn sie die Armee verlassen; und ‚Defamation‘, der sich mit der israelischen Jugend beschäftigt, bevor sie mit ihrem Militärdienst beginnt), zwischen der Anti-Defamation League (ADL), die die größte Organisation weltweit ist, die den Antisemitismus bekämpft, und zwischen jenen, die gegen die ADL sind, wie z.B. Professor Norman Finkelstein, und John Mearsheimer und Stephen Walt, die Autoren von „Die Isreal-Lobby“.

Meine Reise hat mich um die ganze Welt geführt: von Israel bis in die USA,von Moskau nach Rom und Polen. Meistens war es jedenfalls eine Reise zurmenschlichen Seele, zur Art und Weise wie Menschen denken und in meinem speziellen Fall dazu, wie mein Volk, das jüdische Volk, sich entscheidet, mit der Vergangenheit umzugehen.

Ich hoffe, dass alle, die diesen Film sehen, genauso zum Nachdenkenangeregt werden wie meine Suche mich zum Nachdenken gebracht hat, und dass sie ehrlich ihre Meinungen über die Themen, die darin behandelt werden, in Frage stellen.

Yoav Shamir, Jänner 2009

Preise und Auszeichnungen:
Asia Pacific Screen Award – Best Documentary Feature Film (26.11.2009)
Nominierung zum European Film Academy Documentary 2009 – Prix ARTEMONTREAL, RIDM Rencontres internationales du documentaire / Camera at the Ready Award
KOPENHAGEN, CPH:DOX – international documentary film festival / Special Mention
FLORENZ, Festival die Popoli – International Documentary Film Festival / Best Documentary Award
PAJU, DMZ Korean International Documentary Festival / Grand Award
LONDON, Film Festival / Grierson Award for Best Documentary
WARSCHAU, Film Festival / Audience Award in the documentary category
ZÜRICH, Film Festival / Special Mention
PRIZREN, Dokufest – International Documentary and Short Film Festival / Special Mention
TRAVERSE CITY, Film Festival / Stanley Kubrick Award for Bold and Innovative Filmmaking
MADRID, „Documenta Madrid“ International Documentary Festival / AudienceAward (3000 EUR)
NEW YORK, Tribeca Film Festival / Special Jury Mention

(c)3sat.de

Als ich diesen Dokumentarfilm gesehen habe, dachte ich, dass ist wieder so eine „Antisemiten-Sülze“, mit der uns die jüdische Welt nun schon über 60 Jahre überzieht, weit gefehlt!!!

Dieser Film lief gestern, am Dienstag, den 13.12.2011 im 3sat-Fernsehen (und auf  Youtube hier)  und der Regisseur stellt Fragen, die nicht leicht zu beantworten sind.

Dabei nimmt er auch kein Blatt vor den Mund und legt sich mit den Lobbyisten der AIPAC an. Er stellt immer wieder die Frage, was den nun eigentlich „Antisemitismus“ sei, denn er habe als junger Mensch keinen „Antisemitismus“ gefunden.

Schnell wird klar, dass der „Antisemitismus“ nur eine „Alibifunktion“ der rechtsextremen Juden ist, die diese „Keule“ gern benutzen, um ihr perfides Spiel mit der Macht zu untermauern.

Neben dem „Gesülze“ der amerikanischen, rechtsextremen Juden, befragt der Regisseur Yoav Shamir dann auch den ehemaligen (von der ADL rausgekickt worden) Professor Norman Finkelstein. Dieser spricht in dem Film Tacheles und lässt kein gutes Haar an den rechtsextremen US-Juden! Sie würden den Antisemitismus nur als Legitimation für ihren weltweiten politischen Einfluss benötigen, um ihren „Apartheid-Staat-Israel“ zu rechtfertigen, so der Professor. Er kreidet der Juden-Lobby weiterhin an, dass sie ihren Einfluss auf die amerikanische/israelische Politik nicht dahingehend geltend machen, um die Aggression gegen Araber einzustellen, er sagt: „Israel kann nicht Shalom sagen und gleichzeitig den Gazastreifen mit Bomben überziehen“.

Norman G. Finkelstein (* 8. Dezember 1953 in Brooklyn, New York City) ist ein US-amerikanischer Politikwissenschaftler. Er verfasste bisher sechs Bücher zum Themenkomplex des Zionismus, des Nahostkonflikts und des Gedenkens an den Holocaust. In Deutschland wurde er 2000 vor allem mit seinem Buch „Die Holocaust-Industrie. Wie das Leiden der Juden ausgebeutet wird“, bekannt, das eine Debatte über die Erinnerungskultur zu diesem Ereignis, über seine Singularität und Entschädigungen für NS-Zwangsarbeiter verstärkte. (aus wikipedia)

Die Anti-Defamation League (kurz: ADL, dt. Antidiffamierungsliga) ist eine amerikanische Organisation mit Sitz in Washington D.C., die gegen Diskriminierung und Diffamierung von Juden eintritt. Sie ist ein Mitglied des American Israel Public Affairs Committee (AIPAC). Sie beschreibt sich selbst als Menschenrechtsorganisation. Die Organisation wurde 1913 in Chicago von Mitgliedern der Organisation B’nai B’rith (hebräisch: „Söhne des Bundes“) gegründet. Haupttätigkeit der Organisation ist der Kampf gegen den Antisemitismus.(aus wikipedia)

Es ist bestialisch zu sehen, wie junge Israel-Schüler/in (um die 13-15 Jahre alt) von Mossad-Agenten in polnische Konzentrationslager geschleppt werden, die anfangs selber nichts „innerlich spürten“, so eine Schülerin, dann aber kam der Hinweis dieses Mossad-Perverslings: „warte nur ab, am Ende der Tour wirst Du weinen, versprochen!!!“

Und der Regisseur wurde genötigt, ja sogar mehrfach aufgefordert, die Kamera unbedingt auf diese Mädchen zu halten mit dem Versprechen, da kommt noch was!!! * P E R V E R S *

Am Ende bekamen die Mädchen und Jungen dann auch die herzzereissenden Utensilien, der KZ-Insassen zu sehen als da waren: Köfferchen, Zahnbürsten, Kleidungsstücke und? Ja wirklich: Goldzähne, die den Insassen ausgebrochen wurden. Das brachte die Mädchen total aus der Fassung und die perfide Mossad-Überzeuguhngsarbeit war perfekt, GROSSES WEINEN/GEHEULE!!!

Wie kann man nur soooo junge Menschen diese „Hasserziehung“ zumuten? Das kann nur ein Regim, wie der zionistische Apartheidsstaat „Israel“ fertig bringen.

Die Reaktion folgte dann auch auf dem Fusse. Eines der Mädchen sagte. „Ich will die alle umbringen!“ Der Regisseur fragt nach, wen denn bitte? Die Mädchen: „Na, die, die das getan haben.“ Der Regisseur sagt: „aber die sind doch tot???“ Darauf das Mädchen: „na dann eben die Deutschen!“

SO WIRD HASS GESCHÜRRT – sind die Juden nun besser als ihre Peiniger???

Für mich ging der Schuss nach hinten los. Der Regisseur wollte einen Film über „Antisemitismus“ machen und hat dabei selber die faschistische Haltung der Juden heute entlarvt!!!

Es ist an der Zeit, dass das heutige Deutschland sich frei von der jüdischen Unterdrückung macht und endlich mal Rückgrat zeigt! Niemand der heutigen jungen deutschen Menschen hat „Schuld“ auf sich geladen! Ein solcher „Politiker“, wie Richard v. Weizsäcker, der forderte, die Deutschen sollten bis ins dritte Glied für die KZ-Greuel büssen, der gehört aus Deutschland ausgewiesen!!!

Junge Leute aller Länder vereinigt Euch, gegen Faschisten auf der ganzen Welt, die mit solchen „Erziehungsmassnahmen“ zeigen, dass ihnen Leben jeglicher Form nichts bedeuten und nur dem schnöden Mammon dienen, siehe die Juden! Zu hart formuliert? Dann schauen Sie sich diesen Film an, da sagen die Juden selber, dass sie stolz darauf sind, dass sie mit „Geldmachen“ die Welt politisch in Schach halten können. (lesen Sie dazu auch den Googlereichtum, hier im BLOG).

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7 Antworten to “Antisemitismus = Alibifunktion?”

  1. Hier noch einige Links zu diesem Thema:

  2. „Juden arbeiten nicht, Juden sind Gauner, Juden lieben das Geld, Juden machen Geld durch Zinsen. Ich bin eine echte Jüdin – ich liebe das Geld nicht.“

    Das sagt die Mutter des Regisseurs Yoav Shamir!!!

  3. […] Die Frage, was Antisemitismus eigentlich ist, ist bei dem jüdischen Journalisten schon schief gegangen, siehe hier. […]

  4. […] was Antisemitismus eigentlich ist, ist bei dem jüdischen Journalisten schon schief gegangen, siehe hier. Aber ein Sozialwissenschaftler will es ganz genau wissen? Das deutsche Volk wird belogen und […]

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