Mir kann keiner …

4. November 2011

na, dann lesen Sie mal hier:

Anonymous gegen Pädophile
„Bei Operation Darknet half uns Firefox“

Eine Anonymous-Gruppe zieht Bilanz über ihre Operation Darknet und berichtet, wie sie trotz Tor an IP-Adressen von Pädophilen gelangten und wer ihnen dabei half.

Das Hackerkollektiv Anonymous soll bei seinen Angriffen auf Pädophilen-Server Hilfe von Firefox-Entwicklern bei der Mozilla Foundation gehabt haben. Anonymous hatte mit der Operation Darknet versteckte Pädophilen-Plattformen im Darknet attackiert. Ziel waren die Kinderpornografie-Plattform Lolita City, die Wiki-Rubrik Hard Candy und das Webhosting-Unternehmen Freedom Hosting, die anonymisierende Netzwerke wie Tor, I2P und Freenode missbrauchen.

Anonymous konnte die IP-Adressen der Besucher aufzeichnen, indem die Aktivisten ihnen zuvor ein manipuliertes Update der Tor-Software unterschoben. „Wir setzten uns vorsichtig mit unseren Freunden, Firefox-Entwicklern bei der Mozilla Foundation, in Verbindung“, erklärten die Hacktivisten. Dort erhielten sie ein Zertifikat für das manipulierte Firefox-Plugin Torbutton, mit dem die Besucherdaten der Missbrauchsplattformen aufgezeichnet und an Anonymous weitergeleitet werden konnten. Durch die Hilfe bekam das Hacker-Plugin ein Zertifikat, das bei seiner Installation die Korrektheit der Software bestätigte.

Anonymous veröffentlichte die IP-Adressen von fast 200 Besuchern der Missbrauchsforen.

Die Hacker betonten, dass sie selbst Nutzer des Tor Project seien, weil sie an das Recht auf freie Meinungsäußerung glaubten. Ein Prozent der Nutzer des Netzwerks nutzen es für Kinderpornografie, während 99 Prozent der Nutzer Anons chinesische und iranische Journalisten oder Geheimdienstagenten seien, die einen geheimen Krieg mit El Kaida ausfechten.

„Jedoch hat Kinderpornografie nichts mit dem Recht auf freie Meinungsäußerung zu tun. Wir haben zweifelsfrei bewiesen, dass 70 Prozent der Nutzer von The Hidden Wiki die Sektion Hard Candy ansteuern, wovon aus sie auf Seiten wie Lolita City und The Hurt Site zugriffen“, erklärte Anonymous weiter.
Nachtrag vom 04. November 2011, 10:55 Uhr

Justin Scott, Add-ons Produktmanager bei Mozilla, nannte die Aussagen „ziemlich seltsam“. Scott erklärte SecurityNewsDaily: „Ich habe mit den Add-On-Teams Rücksprache gehalten. Niemand wurde von Anonymous offiziell kontaktiert. Wir zertifizieren auch keine Add-ons, wie (Anonymous) behauptet. Das Honey Pawt Add-on ist im Mozillas Add-ons Marketplace nicht verfügbar. Alle Add-ons, die dort verfügbar sind, wurden von einem Mitglied des Add-ons-Team überprüft.“ (Anm.DerObserver: Das hätte ich jetzt auch gesagt.)

(c)golem.de

Was die (Anonymous) können, kann das BND/BKA schon lange, daher gilt:

VORSICHT for FireFox !!! (wir hatten ja an anderer Stelle hier schon berichtet/einfach FireFox in unsere BLOG-Suche eingeben)

Mag man diese „Machenschaften“ im Hinblick auf Kinderpornographie noch gut heissen, so stellen diese „Schnüffelmethoden“ doch einen grossen Vertrauensverlust in unsere „Demokratie“ dar. (China lässt grüssen!!!)

Denn nicht nur Pädophile sind das Ziel, sondern alle, die von der sog. „Norm“ abweichen, z.B. „politisch Unkorrekte“.

Es gibt KEINEN Schutz dagegen, denn der deutsche Staat war schlau und hat Gesetze ratifiziert, die den Providern (Internetzugangsanbietern) auferlegen, dass JEDER Computer/Smartphone eine eindeutige IP-Adresse hat und diese gespeichert werden. Darüber ist jederzeit nachvollziehbar, wann/wo und wie lange jemand im Netz war!

Anonymous und Lulzsec haben sich wegen der Festnahmen durch das FBI zu Wort gemeldet. In einer gemeinsamen Stellungnahme erklären die Cyberaktivisten und Cracker, dass sie auch in Zukunft jedes Mittel – auch das Eindringen in Webserver – nutzen werden.

In ihrer Stellungnahme beziehen sich Anonymous und Lulzsec auf ein NPR-Interview mit Deputy-Assistant-FBI-Direktor Steve Chabinsky. Chabinsky gibt darin an, dass mit den Verhaftungen von Anonymous- und Lulzsec-Mitgliedern ein Zeichen gegen Chaos im Internet gesetzt werden sollte – und selbst wenn Hacker soziale Beweggründe hätten, sei es „komplett inakzeptabel, dass sie in Websites eindringen und gesetzwidrige Taten vollbringen.“

Anonymous und Lulzsec erklären, was sie im Gegenzug inakzeptabel finden. Dazu zählen korrupte, unterdrückerische und ihre Bürger belügende Regierungen, Unternehmen, die mit solchen Regierungen zusammenarbeiten und Lobbyvereinigungen, denen es lediglich um Profitsteigerung geht und die dabei auch vor Korrumpierung von Regierungen nicht zurückschrecken.

„Diese Regierungen und Unternehmen sind unsere Feinde. Und wir werden sie weiterhin bekämpfen, mit allen uns zur Verfügung stehenden Methoden, und das beinhaltet natürlich das Eindringen in ihre Websites und die Offenlegung ihrer Lügen“, so Anonymous und Lulzsec.

Weiter heißt es: „Wir haben keine Angst mehr. Eure Drohungen sind bedeutungslos für uns, da ihr keine Idee festnehmen könnt. Jeder Versuch wird eure Bürger noch wütender machen, bis sie in einem gigantischen Chor aufschreien. Es ist unsere Mission, diesen Menschen zu helfen und es gibt nichts – absolut nichts, mit dem ihr uns stoppen könnt.“

Die einzelnen Mitglieder oder Sympathisanten können aber sehr wohl gestoppt werden, vor allem, wenn sie ihre Spuren nicht verwischen und es damit dem FBI bei der Fahndung so einfach machen wie bei den letzten Verhaftungen in dieser Woche. Anonymous, Lulzsec und andere Cyberaktivisten, Cracker und Hacker arbeiten seit einigen Wochen in der Operation Antisec zusammen.(c)golem.de

* * * R E S P E K T * * *

(lest mal die Kommentare dazu)