„Segen verkauft man nicht“

Düsseldorf (dapd). Die Evangelische Kirche im Rheinland geht juristisch gegen den als Fernsehpfarrer bekannt gewordenen Jürgen Fliege vor. Nach Informationen der „Rheinischen Post“ hat das Landeskirchenamt die Einleitung eines Disziplinarverfahrens beschlossen. Der 64-jährige Fliege ist Pfarrer der Landeskirche im Ruhestand. Fliege war bereits früher in Konflikt mit der rheinischen Kirche geraten. Jüngst hatte er Unmut ausgelöst, indem er eine angeblich von ihm spirituell aufgeladene „Fliege-Essenz“ bewarb und vertrieb.

In die Flüssigkeit hatte er nach eigenen Angaben durch Gebete „Trost und Kraft“ gesendet. „Segen verkauft man nicht“, hieß es dazu aus der Landeskirche. Außerdem soll Fliege im Gespräch mit einem Brautpaar über dessen Trauung gesagt haben, Gott und Kirche seien „erst mal scheißegal“; es komme auf die Seele an. Nach Informationen der „Rheinischen Post“ hält die Landeskirche den Satz für geeignet, evangelische Amtshandlungen und Glaubensinhalte zu diffamieren.(c)dapd

Wir hatten ja hier schon über den ominösen „Pastor“ berichtet.

Schön, dass nun auch die Ev.Kirche sich ernsthaft diesem „Scharlatan“ annimmt!

In einer Zeit, wo viele schwache Menschen Trost im Glauben suchen, darf es solche Menschen, wie Fliege, nicht geben. Nicht jedem ist ein gesundes Misstrauen auch „Kirchenfuzzies“ gegenüber gegeben. Aufgrund unserer kulturellen „Erziehung“ sind Millionen Menschen anfällig für Spiritismus, umso schlimmer, wenn diese Menschen dann ganz offensichtlich im Namen Gottes und  der Kirche hinters Licht geführt werden.

Der Ausgang des Disziplinarverfahrens kann nur sein: AUSSCHLUSS AUS DER KIRCHE MIT ALLEN FOLGEN!!!

Die Esoterik-Vorwürfe der Hamburger Sekten-Expertin Ursula Caberta gegen Prominente sorgen für großen Wirbel. Der Fernseh-Pfarrer Jürgen Fliege, der von Caberta als „mutierter Esoteriker“ bezeichnet wird, schlägt nun zurück: „Dass Frau Caberta mithilfe des Hamburger Senats, also mit Steuergeldern, Menschen wegen ihres Glaubens diffamiert, tut mir am meisten weh.“ In ihrem neuen Buch „Schwarzbuch Esoterik“, das Caberta gemeinsam mit Innensenator Michael Neumann (SPD) im Rathaus präsentierte, stellt sie u.a. die Sängerin Nena, den Entertainer Hape Kerkeling und den Fernseh-Pfarrer Jürgen Fliege an den Pranger. Sie seien Aushängeschilder der Esoterik-Szene, die sich in eine gefährliche Richtung entwickele (MOPO berichtete). In der Innebehörde, in der Caberta arbeitet, wird auf die Vorwürfe von Fliege gelassen reagiert: „Wichtig ist, dass eine Diskussion über dieses Thema angestoßen wird“, so Neumann.

Caberta kritisiert in ihrem Buch, dass Jürgen Fliege vom evangelischen Pastor zum Esoteriker mutiert sei. Ein Beispiel sei seine sogenannte „Fliege-Essenz“, ein Heilwasser, das der Pfarrer für 39,35 Euro anbietet. Flieges Kommentar dazu in einem Interview der „Evangelischen Zeitung“: Es handele sich um ein Produkt in homöopathischer Tradition. „Wenn ich darauf Segensgebete spreche, klingt das nur für evangelische Ohren fremd“, so Fliege. Als Beispiele spiritueller Traditionen im Christentum nannte der Pfarrer die Taufe und das Abendmahl. Auch Nena und Kerkeling waren ins Visier der Sekten-Expertin gerückt. Nena sei praktisch ein Aushängeschild der Esoterik-Szene, weil sie spirituelle Höhenflüge verkünde und Kerkeling müsse sich fragen lassen, wie viele Opfer des Psychomarktes er durch seinen Jakobsweg-Bestseller produziert habe, meint Caberta. Beide Künstler waren für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.(c)mopo.de

Ob man an die Religion glaubt oder nicht, ist eine sehr private Sache des Einzelnen und durch unser Grundgesetz geschützt.

Was aber ein „Pastor“ FLIEGE veranstaltet, hat schon nichts mehr mit religiösem Glauben, sondern mit Geschäftemacherei zu tun.

Wiki:
Jürgen Fliege nutzt seine Bekanntheit zum Verkauf einer „Fliege Essenz“, die auf der Homepage folgendermaßen beworben wird: „Spirituelle Informationen vereint mit lebendigen biologischen Trägern“. Dieses Geschäftsmodell führte, ebenso wie seine wiederholte Werbung für das parawissenschaftliche Produkt „Aquapol“, dessen Wirkung wissenschaftlich widerlegt ist, zu einem kontroversen Medienecho. (Auszug: wikipedia)

Wenn sich „ein Mann der Kirche“ derart verläuft, sollte der Klerus ihm die „Lizenz zum Lügen“ entziehen, um schaden von der Kirche abzuwenden. Denn was der „Pastor“ seit langem schon veranstaltet, kann man getrost unter dem Begriff: Okkultismus/Esoterik verbuchen. (Sammelbezeichnung für verschiedenste Phänomenbereiche, Praktiken und weltanschauliche Systeme, wobei „okkult“ etwa gleichbedeutend mit „esoterisch“, „paranormal“, „mystisch“ oder „übersinnlich“ ist. Im heutigen Sprachgebrauch hat der Begriff vielfach eine abwertende Konnotation.) Mit Auszug aus wikipedia.

Das „Pastor“ Fliege ein Freund der „Scientology-Kirche“ ist, beweist auch diese Verbindung.