Rechtsextremes Internetportal

Von Johannes Radke

Mutmaßliche Altermedia-Betreiber vor Gericht

Die mutmaßlichen Betreiber der rechtsextremen Internetseite „Altermedia“ stehen in Rostock vor Gericht. Den beiden Angeklagten wird unter anderem Volksverhetzung vorgeworfen. Ihre virtuelle Hetze steht noch immer online.

Das wichtigste deutsche Internetportal der rechtsextremen Szene, „Altermedia Deutschland“, gerät stärker unter Druck. Am Dienstag begann vor dem Landgericht Rostock der Prozess gegen die beiden mutmaßlichen Betreiber der Seite.

Der 47-jährige Angeklagte Axel M. gilt als bekennender Neonazi, fanatischer Antisemit und Drahtzieher von „Altermedia“. Das frühere NPD-Mitglied wurde bereits im März 2010 vom Amtsgericht Stralsund wegen volksverhetzenden und beleidigenden Inhalten auf der Internetseite zu einer Geldstrafe verurteilt. Der zweite Angeklagte, Robert R., saß bereits wegen Körperverletzung, Volksverhetzung und anderer einschlägiger Straftaten in Haft. Kontakt zu seinem Mitangeklagten hat er nicht mehr. Die Szene befürchtet deshalb, dass der 30-Jährige sich auf ein Geständnis einlassen könnte. Bei einer Verurteilung drohen den Männern mehrere Jahre Haft.

Während Staatsanwalt Andreas Gärtner die Anklageschrift verlas, feixten im Zuschauerraum Dutzende Rechtsextremisten. Der Richter musste die Verlesung unterbrechen und die Gruppe zur Ordnung rufen. Neben führenden NPD- Funktionären nahm auch die wegen Volksverhetzung und Holocaustleugnung verurteilte Lebensgefährtin des inhaftierten Rechtsextremisten Horst Mahler im Zuschauerraum Platz.

Rund 50 Straftaten werden den beiden aus Stralsund stammenden Neonazis vorgeworfen. Zwischen Dezember 2008 und Juli 2010 sollen sie sich über die Webseite der Volksverhetzung, Beleidigung, Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, Bedrohung und Aufforderung zur Begehung von Straftaten schuldig gemacht haben. Mit Sprüchen wie „Alles Gute lieber Adolf“, feierten die Betreiber auf der Seite den Geburtstag Adolf Hitlers. Mehrfach leugneten sie den Holocaust. Das Tagebuch der Anne Frank wurde als „gefälschtes Judenmachwerk“ und Menschen jüdischen Glaubens als „Drecksvolk“ bezeichnet. Während der Angeklagte R. regungslos blieb, lachte M. mehrfach über die vom Staatsanwalt zitierte Hetze und nickte zustimmend mit dem Kopf.

Die Sicherheitsbehörden nehmen die Drohungen im Netz ernst. Nachdem auf „Altermedia Deutschland“ dazu aufgerufen wurde, einen Schweriner Staatsanwalt „an einer Laterne“ aufzuhängen, stand sein Haus wochenlang unter Polizeischutz.

Seit 1998 werden auf dem Internetportal täglich Szenenachrichten veröffentlicht, das politische Weltgeschehen aus rechtsextremer Sicht analysiert und der Nationalsozialismus verherrlicht. Häufig werden auch Fotos, Namen und Adressen von missliebigen Politikern, Gewerkschaftern und Journalisten auf die Seite gestellt – verbunden mit Gewaltaufrufen. Obwohl auch regelmäßig unangenehme Szenestreitigkeiten veröffentlicht werden, genießt „Altermedia“ wegen seiner aggressiven, nationalsozialistischen Propaganda im rechten Milieu Kultstatus. Zehntausende Leser besuchen die Seite täglich.

Der anonyme Server steht für die Behörden unerreichbar in den USA. Erst nach langwierigen Ermittlungen und Überwachung der Telefonanschlüsse der Angeklagten, konnten die Ermittler eindeutig belegen, wer hinter der virtuellen Hetze steckt. Online ist die Seite aber bis heute. Vier weitere Prozesstage sind in den kommenden Wochen angesetzt. Mit einem Urteil wird frühestens Ende Oktober gerechnet. (c)tagesspiegel.de

Recht so!!! Es sollte niemand glauben, dass rechtsrelevante Äusserungen/Diffamierungen im Netz nicht geahndet werden!

Die IP-Adresse hängt jedem veröffentlichtem Artikel an und darüber kann jeder BLOG-Betreiber ermittelt werden.

Der Schritt zwischen Verleumdung und Meinungsäusserung ist sehr schmal, daran sollte jeder BLOGGER denken.

Äusserungen wie: „Juden-Dreckspack“ sind eindeutig rechtsrelevant, dass Wort Jude oder Judenkapital hingegen nicht. Allerdings ist zu beobachten, dass gerade Rechtsextremisten häufig einen sehr geringen Bildungsstand aufweisen und daher dazu neigen, den Parolen der sog. „Führer“ zu folgen. Diese Gruppe der Deutschen werden durch die verfehlte allg. politische Richtung noch verstärkt. In sofern müssen die „geistigen Brandstifter“ der konservativen CDU/CSU sich den Vorwurf, der Nährboden für Rechtsextremismus zu sein, gefallen lassen.

Aber auch das sog. „linke Lager“ ist der Auslöser der aus wuchernden linken Klasse. Wenn „Steinewerfer“, wie Fischer, als Aussenminister tätig sein können, sendet dieser Sachverhalt die falschen Signale an die Jugend!

In sofern ist Links- oder Rechtsextremismus in jedem Fall eine unwünschenswerte politische Richtung. Nur das Verständnis, zu echter Demokratie ist ein erstrebenswertes Ziel und davon sind ALLE etablierten Parteien meilenweit entfernt!

Aber – wie schon immer, bestimmt das Geld die Politik und damit wären wir wieder beim Zionismus.

Die zionistischen Juden haben schon zu Jesus-Zeiten mittels Geldverleih die „Richtung“ bestimmt. Und dieses Zins- und Zinseszin-System ist bis heute (und in vermehrtem Masse) erhalten geblieben.

Die Politiker von heute finden sich in Geheimbünden (Bilderberger) zusammen und beraten die „Richtung“ für die nächsten Jahre. ALLE Spitzen-Politiker (auch aus Deutschland) sind Bilderberger-Teilnehmer gewesen. Jetzt fragt man sich allerdings, wer oder was sind den die „Bilderberger“?

Bilderberger sind Menschen, aus allen Ländern, die weitreichende Entscheidungen treffen können, um die Menschheit „gefügig“ zu machen und das Kapital (Judenkapital) zu vermehren. Also muss die Frage lauten, wer oder was ist denn das Judenkapital?

Wie schon oben erwähnt, ist das Judenkapital bei den Zionisten, Rothschild und Rockefeller anzusiedeln.

Diese „Organisationen“ wollen schon seit frühester Menschheit, die Weltmacht (NWO) erreichen. Klar, dass das völlig konträr zu den Vorstellungen rechtsextremistischer „Führer“ läuft, wollen die doch eben auch die alleinige Weltmacht sein.

Zu alle dem kommen dann auch noch die religiösen Überzeugungen, der verschiedenen Religionen.

Das Christentum (als Nachfolger des Judentums) hat, wie bekannt, durch seine Kreuzzüge den Alleinanspruch der Weltreligion für sich in Anspruch genommen. Heutzutage passiert mit dem Islam das gleiche, nur mit anderen Vorzeichen.

Aus all diesen wahnsinnigen Vorstellungen resultiert, dass die Menschheit niemals frei sein wird! Es kann nur jeder EINZELNE für sich eine gewisse „Freiheit“ erreichen, wenn er sich von dem schnöden Mammon lossagt und weder den politischen noch den religiösen „VERFÜHRERN“ hinterher läuft. Das aber bedeutet, sich über die eigene Situation im Klaren zu sein und Probleme selber zu lösen. Dies ist den meisten Menschen heutzutage aber nicht mehr gegeben, sind sie doch von Kindesbeinen an dazu dressiert worden, sich der Allgemeinheit zu unterwerfen, bzw, mitzulaufen.

Mensch wache auf – nehme dein eigenes Schicksal in die Hand.

Höre nicht auf die, die dir Wohlstand oder Erlösung versprechen.

Traue nur deinem Ich und niemand anderem.

Bewahre dir dein gesundes Empfinden anderen gegenüber.

Lasse dich niemals zu etwas verführen, dass nicht dein eigen ist.

Höre NUR auf deine innere Stimme/Gefühl und handele danach.

DU BIST GOTT – DENN ALLES WAS DU POSITIVES TUST IST GÖTTLICH.

Der Mensch ist ein Ebenbild Gottes – also bist Du Gott.

Das Schlechte in Dir ist Satan, lass ihn niemals die Macht über Dich bekommen.

Glaube nicht an die „falschen Propheten“ (Bodenpersonal/Politiker, etc.), sie wollen dich nur missbrauchen.

Lebe in Reinheit mit Dir selbst und Du wirst die höchste Stufe der Erkenntnis erreichen.

Glaube an keine Religion – denn sie wollen dich nur für ihre Ziele manipulieren.

Reiche dem Schwachen Deine Hand und Dir wird Gutes widerfahren (siehe Marcel Gleffe, hier im BLOG)

Wer oder Was ist Gott? DIE NATUR! JEDES PRODUKT DER NATUR – ALSO AUCH DU!!!

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Dämonen des Populismus

12. August 2011

Nach dem Massenmord in Norwegen beschwörte das Land seine „Offenheit“. Doch war damit nicht eigentlich Geschlossenheit gemeint? Die Geschlossenheit, die Populisten und politisch Korrekte brauchen, um ihr Süppchen zu kochen? Wie jetzt wieder in Großbritannien.

Von Jasper von Altenbockum

(…)Die „politische Korrektheit“, gegen die sich der Hass des norwegischen Attentäters richtete, gipfelt in der totalen politischen Korrektheit, die gerade er seiner Welt durch Mord und Schrecken aufzwingen wollte. Die Wächter dieser Konformität, die unsere Öffentlichkeit in ein Gesinnungslager verwandeln möchten, tragen deshalb wie die Populisten das Kainsmal auf der Stirn, und es gibt ebenso wenig Grund, sie dafür zu bedauern.(…)(c)faz.net

 

* * * B R A V O * * * Herr von Altenbockum!!!

Ein scharf analysierter Artikel, der unbedingt lesenswert ist!!!

alle Wulffs,Merkels,Maschmeyers, Politfuzzies und und und (die Liste ist unendlich) zusammen !!!

Meinen aufrichtigen Respekt, Herr Marcel Gleffe!!! Jedes Leben, dass Sie gerettet haben, wird ihnen 1000fach gegeben werden, Sie werden niemals mehr Not erleiden müssen, dass garantiere ich Ihnen. (Sehlig sind die, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen). Ich bin zwar nicht gläubig aber bei solchen Taten glaube ich doch an eine „übergeordnete Macht“, wie immer man die nennen mag.

 

Marcel Gleffe, rettete jungen Menschen das Leben, durch beispielhaften SELBSTEINSATZ!!!

Marcel Gleffe, rettete jungen Menschen das Leben, durch beispielhaften SELBSTEINSATZ!!!

„Sie hätten das alleine nicht überlebt“

Utvika (dapd). Ohne ihn wären sie wohl nicht mehr am Leben. Marcel Gleffe hat das noch nicht begriffen, aber mit seinem beherzten Eingreifen hat er etwa zwanzig bis dreißig Jugendliche vor dem sicheren Tod bewahrt. Der 32-jährige Deutsche – etwa 1,75 Meter groß, kräftig, mit Vollbart – sitzt mit nachdenklicher Mine auf der Terrasse des Campingplatzes von Utvika. Er raucht eine Zigarette und erzählt von dem wohl wichtigsten, aber auch schlimmsten Tag seines Lebens.

Es ist der Tag, an dem der Norweger Anders B. erst in Oslo eine Bombe zündete und anschließend auf der rund 30 Kilometer von Oslo entfernten Insel Utöya wahllos um sich schoss und mindestens 86 Jungen und Mädchen in den Tod schickte.

Marcel Gleffe mag sich wünschen, er hätte das Grauen dieses Freitagnachmittags nicht erleben müssen. Aus Sicht vieler der Jugendlichen, die auf Utöya eine schöne Woche im Ferienlager verbringen wollten, war er zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Den Campingplatz Utvika, auf dem Gleffe und seine Verwandten Urlaub machten, und die Insel trennen nur etwa 500 Meter Wasser.

Als die ersten Schüsse fielen, waren Marcel Gleffe und seine Cousins, Onkel und Tanten beim Kaffeetrinken. Ein Feuerwerk dachten sie zunächst. Doch Gleffe durch eine Einsatzausbildung bei der Bundeswehr mit dem Klang von Waffen vertraut, war skeptisch.

Er rannte die wenigen Meter, die ihr Campingwagen von der Küste entfernt steht, blickte durch sein Fernglas zur Insel und sah Jungen und Mädchen, die hektisch ins Wasser sprangen. „Die sind von Klippen gesprungen und man sah, dass sich viele dabei verletzt haben. Da wusste ich, dass sie auf der Flucht waren.“

Wasser hatte maximal 15 Grad

Von der Insel bis zum rettenden Festland war es zu weit zum Schwimmen, das Wasser hatte 15 Grad. „Vielleicht auch weniger“ , vermutet Gleffe. „Sie hätten das alleine nicht überlebt.“ Er rannte zu dem roten, gemieteten Boot, mit dem er und seine Verwandten am Vortag noch angeln waren, und raste, so schnell es der 10-PS-Motor zuließ, in Richtung Insel.

Nach und nach zog er die Jugendlichen aus dem Wasser. Für maximal fünf Leute war das Boot ausgelegt – Gleffe nahm pro Tour bis zu acht auf. „Einmal wollten sich fünf auf einer Seite aus dem Wasser am Bootsrand hochziehen. Ich musste das Gleichgewicht halten und aufpassen, dass das Boot nicht umfällt“, sagt er.

Der erste Junge, den er an Deck zog, habe seinen Kopf gepackt und ihn angeschrien: „Runter, runter, er schießt auf uns!“ Anders B., den mutmaßlichen 32-jährigen Schützen, den die Polizei erst mehr als eine Stunde später festnehmen sollte, sah Gleffe nur kurz auf einem Felsen der Insel sitzen. „Ich habe ihn nicht wirklich gesehen, sondern dachte nur: Schnell weg.“

„Ich musste ja funktionieren“

Die Gesichter der Kinder, die Gleffe ihr Leben verdanken, wird der hartgesotten wirkende Mann dagegen wohl nie vergessen. „Sie waren völlig fertig, hatten Heulkrämpfe und kauerten sich im Boot aneinander.“ Er selbst sei ruhig geblieben. „Ich musste ja funktionieren. Auf dem Rückweg zum Ufer habe ich mit dem Fernglas schon nach den nächsten im Wasser Ausschau gehalten.“

Auch Marcel Gleffes Familienmitglieder organisierten sich, als hätten sie eine Ausbildung als Notfallretter absolviert. Am Ufer warteten Gleffes Cousins auf die Kinder, die nur mit Unterwäsche bekleidet, völlig unterkühlt und nervlich wie körperlich am Ende waren. „Marcel fuhr dann sofort wieder raus. Wir Männer brachten die Kinder zum Wohnwagen und die Frauen haben sie mit Kleidung und warmen Decken versorgt“, berichtet Uwe Alber, der Cousin von Marcel Gleffe.

Der auf dem Festland westlich der Insel Utöya gelegene Campingplatz war gut belegt, als die Tragödie begann. Die Schüsse waren weithin zu hören, die planlos im Wasser schwimmenden Kinder kaum zu übersehen. Viele der Camper haben Boote im Wasser, doch außer der Familie aus der Müritz in Mecklenburg-Vorpommern waren zunächst alle zu geschockt, um zu helfen. „Als ich von einer Tour wieder mit acht Kindern ans Ufer kam, habe ich die Leute angeschrien, damit sie endlich auch helfen“, sagt Gleffe.

Seit zwei Jahren lebt der gelernte Dachdecker in Norwegen. Mit seinen Verwandten wollte er sich einige schöne Tage machen. Nun kommt eine Psychologin auf ihn zu, reicht ihm einige Tabletten und sagt: „Sie sollten schlafen gehen.“ Er nickt und sagt noch: „Am Freitag habe ich völlig unter Strom gestanden und funktioniert. Samstag kam dann das Essen wieder hoch und jetzt bin ich einfach völlig durch den Wind.“ Es werde wohl noch lange dauern, vermutet er, bis er wirklich versteht, was an diesem 22. Juli 2011 eigentlich passiert ist – jenem Tag, der wohl für immer der furchtbarste, aber auch der wichtigste seines Lebens bleiben wird.

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